Allgemeines zu Astrologie
Was ist ein Horoskop?

Das Wort Horoskop bedeutet „Stundenschau“. Aus der Positionen der Planeten zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen lässt sich die Grundstruktur seiner Persönlichkeit erkennen. Horoskope können aber auch auf Länder, Ereignisse oder Unternehmen erstellt werden. Die Planeten, Sonne und Mond wandern fortwährend in unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch den Tierkreis. So ist die Rede davon, dass jemand zum Beispiel den Mond in den Fischen oder die Venus im Stier hat. Zusätzlich bilden die Planeten unseres Sonnensystems zueinander sich ständig verändernde Aspekte, durch die der urtypische Charakter eines jeden Menschen geprägt wird. Schon wenige Minuten oder Stunden nach der Geburt würde das Horoskop ein wenig anders aussehen – ein Grund warum auch Zwillinge vom Charakter nicht identisch sind. Innerhalb kürzester Zeit ist bereits der Mond gewandert, der Aszendent hat seine Lage verändert und auch die Winkel mancher Planeten haben bereits eine andere Beziehung. Neben den Tierkreiszeichen teilt die Sternkunde den Horoskopkreis zusätzlich in 12 Häuserbereiche, die bestimmte Lebensthemen wie z.B. Beruf, Partnerschaft, Kinder, Ausland, Finanzen etc. beinhalten. Auch der Geburtsort ist für die Erstellung eines Horoskopes (auch Radix oder Kosmogramm genannt) entscheidend, da die Betrachtung des Sternenhimmels von diesem Punkt ausgeht. Das Geburtshoroskop ist eine einmalige Momentaufnahme der Himmelskörper und damit beinahe so einzigartig wie ihr Fingerabdruck!
Sind unsere Sternzeichen noch richtig?
Ein astronomisches Phänomen sorgt heute in den Medium immer wieder für einen Trugschluss über das astrologische Verständnis. Hierbei handelt es sich um die Verwechslung der Sternbilder mit den Tierkreiszeichen. Alle am Himmel sichtbaren Sterne sind zu 88 Sternbildern formiert. Die 12 Sternzeichen, die wir alle kennen und mit denen die westliche Astrologie arbeitet, haben sich aber nur die Namen der Sternbilder ausgeliehen. Die im Volksmund bekannten Sternzeichen heißen eigentlich Tierkreiszeichen und liegen auf der Ekliptik - der in je 30 Grad Abschnitte unterteilten Bahn, die die Sonne innerhalb eines Jahres durchläuft. Im Laufe der Jahrtausende haben sich die Sternbilder verschoben, wodurch heute bei fehlendem Wissen über die Astrologie angenommen wird, auch unsere Sternzeichen seien inzwischen nicht mehr richtig. Da der Tierkreis als traditioneller Bezugspunkt (die Ekliptik) unverändert geblieben ist, ändert sich auch nichts an unseren Sternzeichen, denn die Verschiebung der Sternbilder ist für die Arbeit mit der westlichen Astrologie unerheblich.
Was ist Astrologie und was kann sie?
Die Geschichte

Kurz gesagt ist die Astrologie das Wissen, um die Zusammenhänge unseres Sonnensystems und dem Dasein der Menschen. Dabei wird den Himmelskörpern eine symbolische Bedeutung zugeordnet. Es handelt sich bei der Astrologie um eine sehr alte empirische Wissenschaft, die in ihrem Ursprung bis in die babylonische Geschichte zurückreicht. Jedoch ist davon auszugehen, dass auch schon frühere Kulturen sich aus naturverbundener Sicht mit den Wirkungsweisen der Gestirne befassten. Im alten Ägypten fand die Astrologie ihre große Blütezeit, sogar beim Pyramidenbau richtete man sich nach astrologischen Maßstäben aus. Ebenso gab es während der griechischen Antike es eine astrologische Hochkultur. Das griechische Wort astrologos setzt sich zusammen aus astron = Gestirne und logos = Lehre/Geist. Doch auch im alten Rom wurde die Sterndeutung von der hohen Gesellschaft und Politik angewandt. Ein Kaiser ließ im ganzen römischen Reich nach der Frau suchen, deren Horoskop am besten zu seinem passte und heiratete sie aus Überzeugung ohne sie jemals gesehen zu haben.
Damals entwickelte sich auch der heutige Kalender aus den astrologischen Berechnungen des Jahreskreises. Die „ Lehre der Gestirne“ bezieht sich seit Beginn der Sterndeutung auf Sonne und Mond sowie die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Die weiter entfernten Planeten Uranus, Neptun und Pluto wurden erst in der Neuzeit entdeckt. Noch im Mittelalter war Astrologie eine elitäre Disziplin, welche sogar an Universitäten gelehrt wurde und größtenteils als Pflichtfach galt. Welchen Einfluß sie auf Staatsführung, Religion und Kunst hatte, ist heute kaum noch vorstellbar. Sogar Päpste und namhafte Wissenschaftler des Mittelalters beschäftigten oder berieten sich mit Hilfe der Astrologie. Johannes Kepler, der im 17. Jahrhundert zum kaiserlichen Mathematiker erhoben wurde und als Begründer der modernen Naturwissenschaften galt, hat sich Zeit seines Lebens zur Astrologie bekannt und damit sogar beachtliche prognostische Erfolge erzielt. Ebenso war einer der bekanntesten Sternenkundler aller Zeiten Nostradamus, dem heute noch viele Erkenntnisse über die Interaktion zwischen Himmelsgeschehen und Menschheit zu verdanken sind. Für lange Zeit wurde die Astrologie wegen Ketzerei aus dem Europa weitestgehend verbannt. Im Orient vor allem in Arabien wurde sie jedoch weiterentwickelt. Somit blieb altes Wissen über das Mittelalter hinaus erhalten und fiel nicht wie viele andere religionsfremde Inhalte den Fängen der Inquisition zum Opfer.
Die großen Gelehrten und Forscher aller Zeiten ließen fern von Aberglauben eine wissenschaftlich geprägte Lehre entstehen, die über Jahrtausende hohe Anerkennung fand und konstant weiterentwickelt wurde.
Doch auch unter großen Politikern fanden sich Anhänger astrologischer Lehren. So planten Ronald Reagan und Francois Mitterand ihre Vorhaben unter anderem mit Hilfe von Astrologen.
Astrologie und Naturwissenschaft – ein kontroverser Standpunkt

Obgleich einst Astronomie und Astrologie eine gemeinsame Wissenschaft bildeten, gehen sie heute von unterschiedlichen Standpunkten aus. Während die Astronomie die Beobachtung der Planeten quantitativ erfasst, macht die Astrologie darüber qualitative Aussagen. In astronomischen Untersuchung geht es um objektive, messbare Erkenntnisse, wohingegen die Astrologie sich mit dem subjektiven Erfahrung der Planetenläufe und deren nicht messbaren Wirkungen befasst. Dieses Verständnis wird seit ein paar Jahrhunderten, als sich die Wissenschaft von der philosophischen und spirituellen Weltanschauung trennte, von der Naturwissenschaft ausgegrenzt (obwohl gerade eine Wissenschaft über die Vorgänge in der Natur auch nicht Messbares anerkennen sollte). So wie früher die Religion maßt sich heute die Wissenschaft an, alleinig die Maßstäbe für die Antworten des Lebens zu setzen. Eine wissenschaftliche Anerkennung der Astrologie ist noch in weiter Ferne, denn physikalische Messungen der astralen Einflüsse blieben bislang erfolglos. Doch wurde bislang längst nicht jedes Phänomen zwischen Erde und Kosmos aufgeklärt.
Können die Planeten uns direkt beeinflussen?
Da die Astrologie bereits über sehr lange Zeiträume hinweg die Reflexion der Gestirnstände im kollektiven und individuellen Verhalten der Menschen beobachtet, darf sie zu Recht als eine psychologische Wissenschaft bezeichnet werden. Der Psychoanalytiker C. G. Jung gab der Astrologie im 20. Jahrhundert eine moderne psychologische (Be-) Deutungsebene und wischte damit Staub in den Regalen antiquierter astrologischer Lehrmeinungen. So brachte Jung ein sehr plausibles Erklärungsmodell hervor wie der Zusammenhang zwischen Mensch und Kosmos zu sehen ist. „Wie oben so unten“ lautet das Prinzip. Viele Astrologen folgen deshalb Jungs Theorie der Synchronizität, welche besagt, dass die planetaren Positionen lediglich das Leben hier auf der Erde widerspiegeln, aber nicht selbst die Ursache dafür sind. Mit Sicht auf den Sternenhimmel lassen sich wie aus einer Wetterkarte die Hochs und Tiefs der menschlichen Klimas ablesen. Jedoch zeigt die „Karte“ nur das Wetter an, sie macht es nicht. Die irdischen Abläufe sind demzufolge nur eine Entsprechung des kosmischen Geschehens. Ein Mensch wird also zu dem Zeitpunkt geboren, an dem die zu ihm passende Planetenkonstellation herrscht. Dennoch gehen andere Astrologen gehen davon aus, dass es auch Planetenenergien gibt, die die Ereignisse auf der Erde erschaffen. Man braucht dabei nur an die Wirkung des Mondes auf die Gezeiten denken. Warum sollte eine Effekt auf den Menschen auszuschließen sein, der zu 70% aus Wasser besteht? Wie der kausale Zusammenhang nun tatsächlich aussieht, wird wohl trotz plausibler Erklärungsversuche noch lange ein ungelöstes Rätsel bleiben.
Exkurs in die Karmaastrologie

Letztlich jedoch geht es bei der Astrologie weniger um die Frage nach der physischen Wirkungsweise als um die Bestimmung unseres Daseins. Es ist viel wichtiger zu verstehen, warum wir hier sind und welchen Sinn das Leben jedes Einzelnen hat. Aus ganzheitlicher Betrachtung ist Astrologie ist immer eine Reise vom innersten Kern eines Menschen zu seinen Erfahrungen, die er mit seiner Umwelt macht und darüber hinaus zu den übergeordneten Lebensaufgaben, durch welche er sich als Individuum in das große Ganze einbindet. Das Wesentliche ist, die Seelenabsichten eines einzelnen Menschen mit dem höheren Sinn unseres Daseins in Einklang zu bringen. Das Geburtshoroskop ist immer als „Landkarte der Seele“ zu betrachten, welche auch Spuren aus früheren Leben aufweist. Ein Spezialgebiet der modernen Astrologie, welches die Aufgaben unseres Lebens näher beleuchtet und sie in einen höheren Zusammenhang einordnet, ist die Karmaastrologie. Den vielen verschiedenen Ebenen der Astrologie wird dadurch noch eine weitere Dimension hinzugefügt. Sie spannt den Bogen zwischen unserer heutigen Existenz und den vergangenen Zeiten, in denen jeder schon mehrfach auf der Erde war. Durch die Annahme der Wiedergeburt entsteht das Prinzip von Ursache und Wirkung. Nichts geschieht ohne Folge oder ohne Grund, ob noch im selbem oder im darauffolgenden Leben. Mit Hilfe der Karmaastrologie kann das Woher und Wohin des individuellen Lebensweges ergründet werden. Die Aufgaben, die ihnen aus dem vorherigen Leben mitgegeben wurden, werden anhand bestimmter Geburtsfaktoren transparent.
Zukunft mit Vorausbestimmung?
Doch nicht nur die Vergangenheit und die Gegenwart lassen sich astrologisch beschreiben. Aus jeder astrologischen „Landkarte“ lässt sich mit Hilfe profunder Prognosetechniken auch die zukünftigen Wege eines Menschen ausloten. Dabei geht es nicht um die Prophezeiung unausweichlicher Schicksale. Paracelsus, der einer größten Astrologen aller Zeiten war, bemerkte einst: „ Die Sterne machen geneigt aber sie zwingen nicht.“ Wenngleich zwar unser Schaffen auf der Übereinstimmung mit den planetaren „Strömungen“ basiert, gibt es einen freien Willen. So würde die Astrologie zweckentfremdet werden, wenn man versuchte mit ihrer Hilfe deterministische Aussagen zu machen. Astrologie richtig zu verstehen, heisst sein Leben selbst zu gestalten. Sie bleibt die Lehre die Wahrscheinlichkeiten. Dies bedeutet, man kann nur Tendenzen, eben die Zeitqualität, beschreiben, ohne Resultate festzulegen oder Ereignisse konkret zu beschreiben. Dennoch können mit prognostischer Astrologie künftige Entwicklungen einem ganz bestimmten Lebensbereich zugeordnet und vor allem zeitlich detailliert erfasst werden.
Der Deutungsvorgang eines Horoskopes bzw. des daraus abzuleitenden zukünftigen Geschehens ist sehr komplex. Die Menge an symbologischen Bestandteilen bedarf einer versierten Auswertung, um aussagekräftige und stimmige Antworten auf die Lebensfragen des Ratsuchenden zu finden. Neben einem fundierten Wissen und Erfahrungsschatz zeichnet sich ein guter Astrologe auch durch ein intuitives Gespür aus. Zeitqualität drückt sich in den unterschiedlichsten Möglichkeiten aus, die gleichzeitig auf alle Ebenen des Lebens wirkt. So würde eine erkennbare berufliche Veränderung, die mit einem Ortswechsel einhergeht, auch für eine bestehende Partnerschaft eine Veränderung mit sich bringen. Genauso kann eine starke Persönlichkeitsentwicklung einen Karrierekick auslösen. Es hängt eben alles untrennbar zusammen.
Die Kunst der Astrologie besteht nicht nur darin die Symbolsprache der Zeichen und Planeten zu übersetzen, sondern vor allem ihre Wechselwirkungen zu erkennen und sie von der Intensität oder Wichtigkeit richtig einzuordnen. Astrologie erschafft die Synthese zwischen Kosmos und Mensch.
Wie vielsagend sind Zeitungshoroskope und sind allgemeine
Aussagen für die Allgemeinheit überhaupt möglich?

Jeder liest dann und wann ein Zeitungshoroskop gelesen und fragt sich gewiss, ob die Aussagen, die sich auf die Einteilung in 12 Sternzeichen beschränken, wirklich zutreffend sein können. Hier ist von echter Astrologie nicht mehr viel übrig. Leider hat sich durch diese sogenannte „Jahrmarktsastrologie“ landläufig eine falsche Vorstellung von Astrologie verbreitet. Sie lässt sich nämlich nicht auf diese grobe Kategorisierung, wie sie von der Presse gewollt ist, reduzieren. Die Herleitung anhand der Sonnenzeichen ist zu schematisch und vereinfacht und damit auf das Schicksal eines jeden Individuums kaum beziehbar. So kann zwar Ihr Sonnenzeichen gerade von Jupiter gut bestrahlt sein, aber Sie spüren trotzdem nichts davon, weil Saturn gerade andere Planeten Ihres Horoskopes in die Mangel nimmt. Doch dies findet natürlich in einem Zeitungshoroskop keinerlei Berücksichtung, weil nur ein winziger Ausschnitt eines großen Ganzen betrachtet wird. Allenfalls haben die meisten dieser verallgemeinernden Aussagen einen Unterhaltungswert, stützen sich aber in keiner Weise auf fundiert astrologische Zusammenhänge Meistens werden diese populären Horoskope nicht einmal von fachkundigen Leuten, sondern von Journalisten verfasst und immer wieder geringfügig abgewandelt in der neuesten Jahresversion präsentiert. Die unendliche Vielfalt eines individuellen Kosmogramms kann eben nur erfahren werden, wenn ernsthafte und echte Astrologie professionell angewandt wird.
Es stellt sich die Frage, ob überhaupt allgemeine, unpersönliche Aussagen über das künftige Geschehen möglich sind. Darauf lautet die klare Antwort: Ja. Die Disziplin, mit welcher es möglich ist künftige Stimmungen und Entwicklungen auf weltlicher Ebene voraus zu bestimmen, heißt Mundanastrologie. Sie hat in globalen Fragen schon immer sehr vorausschauende und nützliche Dienste erwiesen. Insbesondere politisches und gesellschaftliches Zeitgeschehen kann mit dieser Betrachtungsweise genauer unter die Lupe genommen werden. So wird zum Beispiel der große technische Fortschritt durch das Computerzeitalter, welches sich zwischen 1995 und 2003 massiv entwickelte, mit dem Uranus im revolutionären und innovativen Zeichen Wassermann in Verbindung gebracht. Die mundane Zeitqualität sollte auch bei persönlichen Projekten mit berücksichtigt werden. So kann es bei einem „rückläufigen“ Merkur, der für eine gewisse Zeit auf mundaner Ebene wirkt, äußerst ungünstig sein ein Geschäft zu eröffnen oder einen wichtigen Vertrag abzuschließen, auch wenn die Aspekte im eigenen Horoskop zu dieser Zeit für das Einzelvorhaben gut stehen. So gibt es auch hier ein kosmisches Zusammenspiel zwischen dem großen Ganzen und dem individuellen Zeitgeschehen…
Noch mehr Wissen zum Thema Astrologie, aber auch zur Kartendeutung finden Sie im Bereich: Meine Referenzen