Lenormand meets Tarot: „Der Reiter“ und die ihm entsprechenden Tarotkarten

Lenormand meets Tarot: „Der Reiter“ und die ihm entsprechenden Tarotkarten

 

Reiter-Tarot

 

Heute beginnt auf meinem Blog endlich eine neue Lenormand-Serie, auf die ich mich schon lange gefreut habe. Ich möchte Ihnen ein absolutes Novum vorstellen. Denn Vergleiche zwischen dem Lenormand und den Tarotkarten sind bislang in dieser Form kaum gezogen worden. Auch wenn beide Orakel vom Aufbau grundverschieden sind und man somit die Karten nicht eins zu eins gegenüberstellen kann, gibt es verblüffende Zusammenhänge. Diese will ich Ihnen aufzeigen. Zum einen hier im Lenormand-Übungsraum, in dem Sie sich gerade virtuell befinden. Zum anderen in meinem neuen ca. 400 seitigen Buch über die noch verborgenen Dimensionen des Lenormand, das voraussichtlich im Herbst beim Königsfurt-Urania Verlag erscheinen wird (Genaueres dazu gebe ich im Juni bekannt). Darin wird Tarot ein großes Thema von vielen sein und auch für diejenigen interessant werden, die mit den Tarotkarten bisher noch wenig oder gar keine Fühlung aufgenommen haben. Wer regelmäßig meinen Blog liest, kennt sicherlich schon die 6-teilige Serie über „Die Fusion der beiden Königinnen Lenormand und Tarot am Beispiel eines neuen Legesystems“. Hier noch mal zum Nachlesen.

Doch nun möchte ich an dieser Stelle mit den Grundlagen beginnen. Dazu werden wir uns als erstes die Lenormandkarte „der Reiter“ ansehen. Ihm entspricht im Tarot eine Anzahl von Karten. Natürlich gibt es nicht nur die eine Tarotkarte, die ausschließlich zu ihm passt. Ich möchte Ihnen jetzt eine Auswahl an Tarotkarten vorstellen, die mit dem Reiter im Wesentlichen etwas gemeinsam hat. Alle anderen Tarotkarten, diezusätzlich seine Bedeutungen widerspiegeln, werden in meinem neuen Buch präsentiert.

 

Was bringt Lenormand mit Tarot für die Deutungspraxis:

Das Spannende an dieser neuen Blogserie wird sein, dass sie Analogien der Tarotkarten nicht nur aufzeigt, sondern auch noch erklärt werden. Sie profitieren deswegen doppelt: Zum einen werden Ihnen die Bedeutungen des Reiters noch einmal vergegenwärtigt. Zum anderen lernen Sie auf spielerische Weise die Aussagekraft der Tarotkarten kennen. Das Beste daran ist, dass Sie aus den Synergieeffekten nicht nur beim Lernen, sondern auch in der Praxis großen Nutzen ziehen können.

 

Der Reiter entspricht

  • dem Narr: Die erste Karte des Tarots zeigt, dass in jedem Anfang eine neue Magie steckt. Die Reise des Lebens hat für den Reiter und den Narren gerade erst begonnen. Beide machen sich auf den Weg, um Neues kennenzulernen und in der Welt reichliche Erfahrungen zu sammeln. Vom Temperament sind sie sich sehr ähnlich. Sie stecken voller pulsierender Energie, kindlicher Neugier und Tatendrang, aber auch einer guten Portion Übermut und Impulsivität. Noch etwas grün hinter den Ohren laufen die jungen Kerle Gefahr, zu überstürzt zu handeln oder auf zu vielen Hochzeiten tanzen zu wollen. Ihr überbordendes Energiepotential muss deshalb noch in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Dennoch besitzen beide die Fähigkeit, etwas Großartiges zu schaffen und weit zu kommen. Lassen wir sie einfach ziehen. Reisende soll man nicht aufhalten!

 

  • der Sechs der Stäbe: Wenn Sie sich die beiden Karten nebeneinander ansehen, fällt Ihnen sofort die frappierende Ähnlichkeit der beiden Reiter ins Auge. Jeder der beiden sitzt in stolzer Pose hoch zu Ross. Der reitende Held der Tarotkarte erscheint wie eine szenische Fortführung des Lenormand-Reiters. Er macht sich nach errungenem Sieg auf, um in Windeseile dorthin zu gelangen, wo man ihn in feierlicher Hochstimmung erwartet. In Siegerlaune und mit guten Nachrichten kommt der Reiter an seinem Zielort an. Beide Figuren verkörpern Willenskraft, Ehrgeiz und Selbstvertrauen. Sie sind Macher, die nicht lange fackeln, und das ein oder andere Mal werden sie zu richtigen Helden. Da darf man sich ruhig ein wenig selbst feiern.

 

  • dem Ritter der Stäbe: Auch hier ist die Ähnlichkeit der Bilder wieder unverkennbar. Stellen Sie sich kurz vor, der Ritter der Stäbe und der Reiter wären ein und dieselbe Person. Unser Lenormand-Reiter hätte nur mal eben seine Montur gewechselt und aufgerüstet. Es sieht so aus, als müsse er im Auftrag eines Königs in den Kampf ziehen oder zumindest ein spektakuläres Turnier bestreiten Nicht alle Reiter sind freundliche, friedliche Boten mit Post in den Taschen. Ausgezeichnete Reiter wurden einst zu Rittern ausgebildet, deren Hauptaufgabe es war, das Land gegen Feinde zu sichern. Hier und da haben sie natürlich auch mal hilflosen Menschen aus der Patsche geholfen. Der Feuereifer ist dem hitzköpfigen Ritter der Stäbe jedenfall anzusehen. Auch mit unserem Reiter gehen hin und wieder die Pferde durch. In die Quere kommen, möchte man ihm jetzt lieber nicht. Denn aufgekratzt wie er ist, neigt er zu blindem Aktionismus. Er überschätzt seine Leistung und unterschätzt die Gefahren, die das Leben in freier Wildbahn mit sich bringt. Die Jungs müssen also gut auf sich aufpassen, damit sie es in ihrem Sturm und Drang nicht übertreiben. Hals und Beinbruch wollen wir ihnen deshalb lieber nicht wünschen.

 

    • der Acht der Münzen: Im Vergleich der beiden Szenen gibt es keine bildliche Übereinstimmung. Während der Reiter des Lenormand sich aktiv bewegt, befindet sich der junge Mann auf der Tarotkarte trotz Ausübung seiner Tätigkeit in einer ruhigen Haltung. Was er macht, scheint er fest im Griff zu haben. Aber er ist noch lange kein Meister, muss seine Fähigkeiten schulen und empfänglich sein für neue Impulse, die ihm bei seiner Weiterentwicklung helfen. Der Lehrling macht den Eindruck, als sei er wissbegierig und begeistert bei der Sache. In diesem Punkt stimmt er mit dem Wesen des Reiters überein. Denn auch dieser bringt viel Potential mit, das noch geformt und gefestigt werden möchte. Seine Schaffensfreude und sein Interesse sind gleichermaßen ausgeprägt. Beide jungen Männer stehen noch am Anfang einer großen Karriere und wollen etwas erreichen. Sie können das Beste aus ihrem Leben machen, wenn sie geduldig und beharrlich am Ball bleiben.

© Text: Kathleen Bergmann

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2 Kommentare zu Lenormand meets Tarot: „Der Reiter“ und die ihm entsprechenden Tarotkarten

  1. Marion Keilhau sagt:

    Hallo Kathleen,

    Deine 3 Bücher sind klasse – ich habe sie verschlungen – ich möchte jetzt auch anderen Menschen mit Kartenlegen helfen…dass ich das Große Blatt endlich verstehe, habe ich Deiner genauen Erklärung zu verdanken…vielen vielen Dank!

    Ich freue mich schon auf Dein neues Buch!
    Liebe Grüße,
    Marion

    • Hallo Marion, vielen Dank für Deinen schönen Kommentar! Es ist immer wieder so motivierend und zufriedenstellend, wenn ich lese, dass meine Bücher Fortschritte bewirken!

      Liebe Grüße
      Kathleen

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