Wie erkennt man Untreue und Fremdgehen in den Lenormandkarten? Teil 1

Wie erkennt man Untreue und Fremdgehen in den Lenormandkarten?

Teil 1

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© Kathleen Bergmann, www.reichdernatur.de

 

Im Allgemeinen befragen wir dann die Karten, wenn wir uns in einer schwierigen oder unsicheren Situation befinden. Gerät eine Partnerschaft in die Krise, wirft das besonders viele Fragen auf. Auch wenn es zahlreiche Gründe und Ursachen für Beziehungsprobleme gibt, geht es in diesem Artikel allerdings nur um eine Frage: Wie erkennt man Untreue und Fremdgehen in den Lenormandkarten?

Laut Statistik haben 32% der Männer und sogar 44% der Frauen ihren Partner schon einmal betrogen. Das sind erschreckend hohe Ziffern, die ich leider im Laufe meiner Beratungsjahre anhand unzähliger Berichte über Affären von „Tätern“ und Untreue-Opfern bestätigt sehe (mir ist es wichtig das Thema vorbehaltlos und objektiv zu behandeln. Immer wieder gibt es auch den sogenannten Rollentausch, bei dem der Fremdgeher eines Tages selbst zum Betrugsopfer wird oder die/der Betrogene später selbst eine Geliebte/r wird). In den meisten Fällen bleibt die Tat sogar unbemerkt, weil die wenigsten bereit sind, ihrem Partner den Seitensprung zu beichten. Wiederum gibt es unendliche viele Möglichkeiten und Ausreden, um einen einmaligen oder auch wiederholten Fremdgeh-Akt zu tarnen. Wer möchte sich denn schon gerne auf frischer Tat ertappen lassen? Somit bleiben die meisten Betrogenen völlig ahnungslos oder bemerken das falsche Spiel erst viel zu spät.

In meiner Beratungspraxis habe ich einige Male erlebt, wie die Karten (und auch die astrologischen Konstellationen) eine eindeutige Sprache hatten, indem sie einen Betrug in der Ehe oder Beziehung deutlich hervorbrachten. Kaum etwas ist innerhalb einer Lebensberatung unangenehmer, als einen vorsichtig formulierten, aber trotzdem verständlichen Hinweis darauf zu geben, dass der Partner untreu ist. Besonders dann, wenn der Ratsuchende trotz offensichtlicher Beziehungsprobleme nicht die geringste Ahnung davon hat. Oft spielen dabei Verdrängungsmechanismen eine Rolle, weil die Angst zu groß ist, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Werden dann die Feststellungen auf Basis der Kartenlegung ausgesprochen, können häufig sogar wenige Augenblicke später bereits die ersten fehlenden Puzzleteile zusammengesetzt werden, die vorher mangels Erkenntnis keine Erklärung für bestimmte veränderte Verhaltensweisen des Partners brachten. Zwar ist eine solche „Diagnose“ erst mal ein Schock, doch habe ich immer wieder erfahren, dass somit nach weiteren Recherchen und auch Zwiegesprächen mit dem betreffenden Partner für den Betroffenen endlich Licht ins Dunkel kam. Die Ratsuchenden sind im Nachhinein über Aufdeckung froh, konnten sie doch dank rechtzeitigem Erwachen entsprechende Maßnahmen bzw. Entscheidung treffen, um ihre Beziehung zu klären und gegebenenfalls sogar ihr Leben neu zu ordnen.

Doch wie sicher ist ein Hinweis auf Betrug aus den Karten und wie erkenne ich ihn überhaupt so deutlich in meiner Lenormand-Legung?

Zunächst sollte jeder, der für sich oder andere die Karten legt, äußerst sensibel mit diesem Thema umgehen. Allzu leicht kommt es zu Fehlinterpretationen und damit zu gefährlichen Trugschlüssen, die am Ende jemandem tatsächlich schaden können. Nichts ist für eine Beziehung folgeschwerer als ein ausgesprochener Verdacht oder gar eine Beschuldigung, die aus der Luft gegriffen sind und jeglicher realer Grundlage entbehren. Als Berater muss ich demzufolge beim Erschließen und Weitergeben einer solchen Aussage, die womöglich eine ganze Lawine ins Rollen bringt, auf Nummer sicher gehen. Denn nicht zwangsläufig bedeutet die Schlange in Verbindung mit den Lilien oder dem Fuchs in der Nähe der männlichen Person zwangsläufig, dass er ein Verhältnis hat. Auch der Fuchs am Ring oder im Haus des Ringes ist noch lange keine eindeutige Anspielung auf einen Betrug. Viel zu voreilig werden aus einzelnen Verdachtsmomenten aus der großen Tafel falsche Schlüsse gezogen.

Doch wann wird es eindeutig? Immer dann, wenn es nicht nur einen einzelnen Hinweis auf Fremdgehen gibt, sondern in einer Legung (ich spreche hier ganz gezielt nur die große Tafel an) gleich mehrere Signalpunkte platziert sind. Entscheidende Karte ist dabei immer der Fuchs. Sobald dieser in mehrere „Aktionen“ stark verwickelt ist, sollte das Thema Fremdgehen in den Karten nicht ungesehen und eine Aussage dazu nicht ungeschehen bleiben. Blickt der Fuchs in den Hund, liegt er dessen Haus oder umgekehrt, hat man einen äußerst deutlichen Anhaltspunkt für Untreue gewonnen.

Nun müssen weitere Karten und ihre Verbindung ergründet werden. Oftmals gibt es eine enge Verbindung aus Wolken und Fuchs (vor allem, wenn er in diese Karte guckt) oder sich mit ihr spiegelt. Diese Kombi steht ganz klassisch für Betrug in jeglicher Form. Auch wenn sich die Wolken zum Hund gesellen, wird es bedenklich. Der Herr oder die Dame (je nachdem wer davon der Partner ist) kann auch direkt durch den Blick des Fuchses, der vor ihm liegt, ein wenig verdächtig erscheinen. Genauso auch dann, wenn der Fuchs in einem ihrer Häuser zu liegen kommt. Dies spricht auf jeden Fall für eine Unehrlichkeit. Einen zusätzlichen Hinweis auf Lügen und Ausreden entdecken Sie auch, wenn der Fuchs in den Brief blickt, in dessen Haus liegt oder sich mit ihm spiegelt/korrespondiert. Klare Kennzeichen für Vertrauensmissbrauch sollten ebenso in der Tafel vorliegen. Ein Klassiker ist meiner Erfahrung nach die Kombination aus Fuchs und Haus oder Fuchs und Anker (Achtung: Fuchs muss ins Haus oder den Anker blicken, nicht davon abgewandt sein!).

Natürlich geht es immer auch um eine Beteiligung der dritten Person, die durch Bär oder Schlange verkörpert wird. Sie muss wie bereits erwähnt nicht unbedingt in der Nähe des Partners liegen. Allerdings muss sie in irgendeiner Form ins Geschehen eben genannter „Verdachtskarten“ eingebunden sein. Erstes Beispiel dafür ist eine direkte oder indirekte Verbindung zur Partnerkarte. Direkt, wenn beide extrem nah beieinander liegen. Indirekt wenn beide sich spiegeln oder einer im Haus des anderen landet. Zweites Beispiel: Eine direkte oder indirekte Verbindung zum Ring. Auf Grund einer solchen Lage würde ich mir die ganze Geschichte unbedingt genauer ansehen und auf jeden Fall dezent hinterfragen, ob es nach Wissen des Ratsuchenden eine weibliche Person gibt, die gezielten Einfluss auf die Partnerschaft hat. Die Schlange in Zusammenhang mit dem Herzen ist mit äußerster Vorsicht zu beurteilen. Dies kann zu unterschiedlichen und harmloseren Aussagen führen wie eine alte Liebe, die noch nicht verdaut ist oder die Vernunft, die das Herz dominiert. Erst unter Einflussnahme weiterer eindeutiger Hinweise, kann die Schlange mit dem Herzen bedeuten, dass sogar Liebe für die andere Person mit im Spiel ist.  Auch die Schlange an den Lilien ist nur dann eine Gefährdung, wenn wiederum weitere eindeutige Hinweise aus anderen Konstellationen gegeben sind. Gleiches gilt natürlich auch für den Bären, wenn ein Mann den Rat der Karten sucht.

Weiter  geht es mit aufschlussreichen Kombis, Tipps und Erklärungen zu diesem Thema im zweiten Teil:

Wie erkennt man Untreue und Fremdgehen in den Lenormandkarten? Teil 2

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4 Kommentare zu Wie erkennt man Untreue und Fremdgehen in den Lenormandkarten? Teil 1

  1. Kerstin sagt:

    Liebe Kathleen,
    Hammer! Vielen Dank für die großartigen Erläuterungen! Und sogleich schließen sich eine Frage an! Ich kürzlich ein Blatt ausgelegt, das zeigte folgendes: Die Lady und der Fuchs haben den Platz getauscht. Der Fuchs im Haus der Dame schaute auf den Bären (ich dachte hier zunächst an Eifersucht) und über dem Bären befand sich der Ring.

    Der Fuchs spiegelte den Hund und korrespondierte mit dem Herzen. Der Hund wiederum schaute in die Wolken. Weil aber auf diese Weise der „Schwanz“ des Fuchses den Hund spiegelte, bin ich nicht von „Betrug“ ausgegagenen. Oder behalten die Karten mit zwei Gesichtern in der Spiegelung bzw. Korrespondenz ihre ursprüngliche Aussage? Also: Fuchs = falsch? Denn das würde die Aussage des Bildes doch ein wenig verändern …

    LG Kerstin

    • Liebe Kerstin,

      in dem von Dir geschilderten Fall riecht das verdammt nach Betrug. Natürlich sehe ich nicht das ganze Bild, aber die Hauptbetrugs-Elemente sind enthalten, somit kann man die Annahme treffen. Du wirst ja den Rest auch entsprechend gut ausgeleuchtet haben, um zu diesem Schluss gekommen zu sein. Bei Spiegel- und Korrespondenz kommt es nicht auf die zwei Gesichter an.

      LG
      Kathleen

  2. Kerstin sagt:

    Liebe Kathleen,

    zu diesem Schluss bin ich erst gekommen, nachdem ich deinen Blog gelesen habe und mir das Kartenbild noch einmal angeschaut habe. Ich habe zwar Schwierigkeiten in der Beziehung gesehen (Ring spiegelt Sense und korrespondiert mit Schlange) und Eifersucht (Bär Fuchs), aber an einen massiven Betrug habe ich dabei nicht gedacht. Aber jetzt … zumal sich auch noch Herz mit Anker spiegelt und mit Fuchs korrespondiert.

    Ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt, denn obwohl der Herr in den Turm schaut, liegt dieser im Haus der Mäuse und in der Diagonale liegen Kind Dame Herr und Wege … scheint so, als ob er „verzeiht“ (falls er es denn überhaupt herausfindet – ich hab ja nichts darüber gesagt, weil ich es so nicht gesehen habe – , denn das Buch liegt im Haus des Bären) und es nicht zu einer Trennung kommt.

    Vielen Dank für diesen erhellenden Beitrag!!

    LG Kerstin

  3. Interessant! Werde ich gleich mal meinen Facebookfreunden zeigen. Viele Grüße von Linda vom Treuetestportal http://www.wen-datet-er-noch.de

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