Wenn Lenormand sprechen lernen: So entschlüsseln Sie Kombinationen mit dem Reiter spielend leicht

Kennst du das Gefühl, wenn du auf ein Kartenbild schaust und spürst, dass die reinen Schlüsselwörter der Situation nicht ganz gerecht werden? Zwar sollten wir ausreichend Bedeutungen zu den Lenormandsymbolen kennen, doch müssen wir nicht immer nach Lehrbuch kombinieren. In manchen Fällen können wir ganz intuitiv über die Bildsprache die Kombination entschlüsseln. Wir müssen uns nur fragen: Was passiert in der Szene, die die Karten uns zeigen? Wie interagieren die Symbole miteinander?

Bei bestimmten Symbolen lohnt es sich oft, die Lehrbuch-Vokabeln beiseite zu legen und stattdessen eine neue Perspektive einzunehmen. Genau das ist der Moment, in dem Lenormand lebendig wird. Besonders beim Reiter, unserer Karte für Dynamik und Bewegung, passiert etwas Spannendes, sobald er auf andere Symbole trifft.

In meiner Lehre unterscheiden wir sehr genau: Ist der Reiter als Bote unterwegs oder nicht? Als Bote ist er ein reiner Impulsgeber, der Dinge in Gang setzt – er wird in dieser Funktion nicht klassisch kombiniert. Doch es gibt viele Positionen in der Großen Tafel, wo er diese Botenfunktion ablegt – etwa in den Diagonalen, im Herzstück, in Spiegelungen, in den bewussten oder unbewussten Ebenen oder auch abseits der Großen Tafel in kleinen, psychologisch orientierten Legungen. Sobald wir psychologisch deuten, verzichten wir gänzlich auf die Botenfunktion.

Und genau dann schlägt die Stunde der Bildsprache. Wir rufen uns keine Schlüsselwörter ab, sondern wir betrachten die Situation wie ein Gemälde. Das vereinfacht Ihre Deutung erheblich, weil die Metaphern, die dabei entstehen, universal gültig sind. Sie lassen sich auf die Liebe, den Beruf und fast jede andere Lebenssituation übertragen.

Lass uns gemeinsam anschauen, wie logisch diese Kombinationen werden, wenn wir sie bildlich betrachten.

1. Reiter + Baum: Die heilsame Rast

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Fünf Denkfehler beim Lenormand Lernen – und wie Sie sich davon befreien

Beim Lernen der Lenormandkarten begegnen uns nicht nur technischen Herausforderungen. Es sind oft auch bestimmte Vorstellungen oder innere Überzeugungen, die uns auf dem Weg zur sicheren Deutung im Weg stehen. Diese Denkfehler schleichen sich leise ein – gerade bei Einsteigern, aber auch bei Fortgeschrittenen, die an einem Punkt nicht weiterkommen.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen fünf typische Denkfehler zeigen, die ich in meiner langjährigen Lehrtätigkeit als Lenormand-Mentorin immer wieder beobachtet habe. Vielleicht erkennen Sie sich in dem einen oder anderen wieder – und können sich genau dadurch davon lösen.

1. „Ich muss jede Karte perfekt auswendig kennen, bevor ich legen darf“

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Zwei-Gesichter-Karten in der Mitte von Kombination: Wenn beide Seiten wirken

Eine Herausforderung in der Dreierkombination

Zwei-Gesichter-Karten wie die Sense, der Berg oder die Mäuse zählen zu den anspruchsvollsten Symbolen im Lenormand. Ihre Wirkungsrichtung ist klar getrennt: Die linke Seite funktioniert anders als die rechte. Diese Funktion ist recht einfach zu handeln, wenn die Zwei-Gesichter-Karte am Rand einer Kombination liegt. Viele Deuterinnen haben das längst verinnerlicht – doch was passiert, wenn eine solche Karte in der Mitte einer Dreierkombination auftaucht?

In dieser Position ist beide Seiten offen. Links und rechts steht jeweils eine Karte, und beide werden von der mittleren Karte beeinflusst – allerdings auf ganz unterschiedliche Weise. Und genau darin liegt die Herausforderung.

Denn: Während sich die Wirkung zur einen Seite hin meist gut in das vertraute Deutungsmuster einfügt, passt die andere Seite häufig nicht mehr ins gewohnte Schema. Die Karte wirkt dort anders – ungewohnt, irritierend oder sogar widersprüchlich.

Wenn die gewohnte Herangehensweise nicht greift

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