Tageskarten mit Lenormand legen und deuten – wie funktioniert das am besten?

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Viele Lenormandbegeisterte Neulinge versuchen anhand der Ziehung von Tageskarten, ihren ersten praktischen Zugang zu den Karten zu finden. Selbstverständlich ist dies einer der besten Wege, um sich auf spielerische und zugleich effektive Weise mit den Karten vertraut zu machen und somit auch ihre Bedeutungen besser kennenzulernen. Die Ergebnisse der eigenen Deutung sind bereits am Abend oder spätestens ein bis zwei Tage später unmittelbar überprüfbar. Die Selbsterfahrung ist ein wesentlicher Bestandteil des persönlichen Lernerfolges. Zudem merken wir uns die Dinge am besten, die unser Gehirn mit unmittelbaren Erlebnissen verknüpfen kann.

Ich selbst bin auch auch ein großer Fan davon, Tagesziehungen zu machen und stelle immer wieder fest wie, wie frappierend die Karten mit den realen Geschehnissen übereinstimmen. Auch wenn man schon fortgeschritten ist, lassen sich immer wieder neue Erkenntnisse  aus dieser einfachen Legeart ziehen. Ich kann also jeden Lernenden nur dazu animieren, diese Praxis zu einem regelmäßigen Ritual zu machen. Für Anfänger ist dies besonders empfehlenswert, da sie rasch die ersten Erfolgserlebnisse erzielen können, wenn ihre Prognosen zutreffend waren. Ein starker Beitrag zur Selbstmotivation und zum Aufbau der eigenen Lenormand-Erfolgsstory.

Doch auch für Sie steht sicherlich eine große Frage dahinter: Tageskarten legen und deuten – wie funktioniert das am besten?
Am geläufigsten ist die Methode, nur eine einzige Karte für den jeweiligen Tag zu ziehen. Wenn Sie das selbst schon eifrig getan haben, werden Sie wohl auch festgestellt haben, dass diese alleinstehende Karten alles und nichts bedeuten kann. Angenommen Sie ziehen den Baum. Wohin könnte seine Deutung konkret führen? Ernüchternde und ehrliche Antwort: Nirgendwohin. Es wäre zwar festzuhalten, dass sich an diesem Tag etwas festigen oder als ehrlich und ernsthaft erweisen könnte. Vielleicht holt einen auch die Vergangenheit ein. Aber wir wissen auf Basis dieser einzelnen Karte noch kein bisschen mehr darüber, in welchem Kontext das Ganze geschieht. Mitunter kann gerade der Baum auch heißen, dass wir auf etwas lange warten müssen oder das einfach gar nichts geschieht, denn der Baum ist verfügt nicht über die aktive Energie, die wir von anderen Karten wie dem Reiter kennen! Vielleicht geht es einfach nur um das Thema Entspannung, möglicherweise aber auch um unsere Gesundheit. Hinterfragt man die Aussagekraft einer einzelnen Karte genauer, bemerkt man rasch, dass diese ungefähr so gehaltvoll ist wie ein Päckchen Tütensuppe. Im Rückblick lässt sich wohl immer etwas finden, was an diesem Tag der Einzelkarte entsprach, weil sie viel Raum für Interpretationen offenlässt. Aber wir wollen ja möglichst präzise deuten.

Noch ein Beispiel anhand der Schlange. Sehr wahrscheinlich könnten wir einer Frau begegnen. Aber tun wir das nicht täglich irgendwo? Ist nicht nahezu jeden Tag eine Frau – als Freundin, Mutter, Tochter, Kollegin – in unserem Alltag relevant? Zugegebenermaßen hätten wir das auch ohne Karten vorhersagen können. Gehen wir mal in der Bedeutungsebene einen Schritt tiefer. Die Schlange könnte auch auf schwierige Umstände hindeuten. Auch damit ist jeder von uns nahezu täglich in irgendeiner Art konfrontiert. Demzufolge gewinnen wir keine bemerkenswerte Auskunft. Eine von mir gern verwendete Auslegungsweise der Schlange ist „Vernunft“. Aber was will uns das für den bevorstehenden Tag sagen? Wobei sollten wir besonders umsichtig sein – in einem Gespräch vielleicht, oder im Straßenverkehr nicht zu sehr aufs Gas drücken? Oder doch lieber die Party am Abend absagen oder den schönen Schal besser nicht kaufen? Was davon soll die empfohlene Vernunft ausdrücken? Sind wir am Ende nicht sogar zu vernünftig und werden eigentlich aufgefordert, lockerer und gedankenloser mit etwas umzugehen? All das wissen wir nicht, wenn wir lediglich eine Karte zur Deutung zur Verfügung haben.
Mit nur einer Karte vereinfachen wir nicht die Tageslegung, wir verwässern und verzerren sie, weil wir entweder nur ganze vage oder banale Angaben machen können oder im schlechtesten Fall überhaupt keine. Zudem haben wir ja auch keine konkrete Frage nach einer bestimmten Angelegenheit gestellt, die uns an diesem Tag beschäftigen wird. Wir haben lediglich gefragt, wie der Tag wird oder was uns erwartet. Da jeder vor uns liegende Tag angereichert ist mit etlichen kleinen und großen sowie inneren und äußeren Erfahrungen, kann eine Einzelkarte auf nichts unverwechselbar Bezug nehmen! Sie kennen sicherlich die Zeitungshoroskope für Ihr Sternzeichen. Diese sind extra so allgemein formuliert, dass im Nachhinein immer irgendetwas davon zutrifft, weil unser Gehirn sich einfach die passende Analogie aussucht! Dies sollte aber nicht der Sinn und Zweck einer ernstzunehmenden und zweckerfüllenden Kartendeutung sein!

Aus diesem Grund habe ich es mir zu Angewohnheit und auch zur Lehrpraxis gemacht, immer drei Karten in Kombination statt nur einer einzigen Karte für die Tageslegung zu ziehen. Wenn Sie bereits Leser/in meines Blogs oder meiner Bücher sind, dann kennen Sie meine Kombinationsdeutungen schon ziemlich gut. Sie haben damit auch erfahren, wie aussagekräftig und präzise eine solche Kombination tatsächlich ist, ganz gleich worauf wir sie anwenden. Genau diesen Effekt können Sie auch in Ihrer Tageskarten-Deutung erzielen. Es mag zwar am Anfang etwas arbeitsintensiver erscheinen, wird Sie aber vom Ergebnis und der Nachhaltigkeit des Lernerfolges garantiert überzeugen. Probieren Sie es aus, es lohnt sich!

Um zum Beispiel der Karte 5 zurückzukehren: Nehmen wir an, Sie hätten den Baum als erste Karte gezogen und als weitere Anker und Sense. Somit würden Sie in Erfahrung bringen, dass Sie an diesem Tag die Früchte eines langen (Baum) Arbeitseinsatzes (Anker) ernten (gute Seite der Sense). Auch in Frage käme die folgende Interpretation: Sie würden davon profitieren (Stielseite der Sense), sich von der Arbeit (Anker) eine Auszeit oder Ruhe zu gönnen. Beide Aussagen geben eine ganz konkrete Aussicht, die Sie perfekt auf das Vorhaben oder Geschehen Ihres Tages ummünzen können. Natürlich bietet eine Dreier-Kombination auch mehrere Aussagemöglichkeiten an. Jedoch sind diese von Vornherein in ihrer Darstellung und Bezugnahme wesentlich präziser sowie rückwirkend viel klarer nachvollziehbar. Würde die Sense in Baum und Wege schlagen, könnte dies die Warnung sein, eine feste oder langfristige Entscheidung zu treffen. Wenn Sie bereits geplant haben, an diesem Tag einen Vertrag für Ihre Altersvorsorge zu unterschreiben, sollten Sie wohl noch mal eine Nacht darüber schlafen und die vertraglichen Gegebenheiten prüfen. Vielleicht warten Sie deshalb auch damit, eine Kündigung einzureichen. Wochen später stellt sich heraus, dass Sie mit einer Abfindung freigestellt werden, was Sie mit dem falschen Schritt nicht erwirkt hätten. Der Baum als alleinige Tageskarte hätte Ihnen diese Auskunft definitiv nicht geben können!

Gehen wir noch mal zurück zur Schlange. Angenommen Sie ziehen sie zusammen mit Hund und Lilien. Damit wissen Sie, dass Sie an diesem Tag von einer Frau Unterstützung oder Hilfe erhalten werden. Würde hingegen die Schlange nachfolgend mit Schlüssel und Fuchs liegen, könnte das auf einen Mobbing-Angriff (Schlüssel und Fuchs stehen dafür klassisch) einer Kollegin hinweisen. Letzteres wäre also genau das Gegenteil von der vorher getroffenen Aussage. Genau so unterschiedlich kann sich das Geschehen hinsichtlich einer einzelnen Karte auswirken. Mit zwei weiteren Karten im Schlepptau, wissen Sie, in welche Richtung es geht.
Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch den Tipp mit dem auf den Weg geben, solche Tages-Kombis auch ruhig mal auf einen inneren Vorgang und nicht nur auf äußere zu beziehen. Gerade dann, wenn Sie für ein Ereignis an diesem Tage rückblickend keine Assoziation zu den vorliegenden Karten finden, sollten Sie ruhig mal in sich gehen und dort nach der Antwort suchen. Oftmals sind die seelischen oder emotionalen Prozesse an einem Tag wesentlich ausschlaggebender und zukunftsweisender als irgendwelche belanglosen Tagesgeschehnisse. So kann ein Tag, an dem Sie vor Wut kochen, dazu führen, dass Sie endlich ein klärendes Gespräch suchen oder anderweitig Ihre Konsequenzen ziehen. Die Auswirkung Ihres inneren Befindens ist damit der große Aufhänger für kommende Taten und zielführende Handlungen. Die Karten haben darauf vielleicht durch Eulen, Ruten und Fische verwiesen. Sie haben also nicht etwa eine aufreibendes Gespräch bezüglich der Finanzen geführt, sondern waren wegen einer ganz anderen Geschichte innerlich in Wallung geraten (Fische als seelische und nicht materielle Deutung), was sich an diesem Tag als Haupteinfluss in den Karten gezeigt hat. Die Tageskarten sind also hin und wieder auch ein Spiegel unseres Innenlebens und wollen unser Bewusstsein darauf lenken.

Probieren Sie einfach mal eine Weile aus, was die Karten Ihnen in Kombination für den Tag zu sagen haben! Notieren Sie sich am besten Ihre Deutungen und vergleichen Sie diese mit den tatsächlichen inneren oder äußeren Ereignissen. Sie werden überrascht sein, wieviel Sie daraus an Information und Erfahrung schöpfen!

18 Gedanken zu „Tageskarten mit Lenormand legen und deuten – wie funktioniert das am besten?

  1. Also Kathleen, ich habe zwar eben erst den Eintrag hier entdeckt (kam keine Mail dazu….) aber Du hast Dich damit selbst an Erklärung und intensiver (!!) Schulung, noch dazu mit gleich mehreren Kombis als „Zuckerchen“, übertroffen!!

    Kompliment und vielen Dank für diesen bereichernden Eintrag!

    1. Vielen Dank! Du kannst Dich übrigens für die Benachrichtigung neuer Artikel für den Bereich Zukunftsdeutung noch mal extra registrieren. Das heißt, einfach email noch mal eintragen auf der Startseite und dann müsste es möglich sein das auszuwählen (vielleicht auch erst in der Bestätigungsmail. Aber auf jeden Fall kriegst Du dann bei Neuerscheinungen auch eine Mail geschickt.

  2. Hallo liebe Kathleen, zunächst auch von mir noch einmal ein dickes Danke für deine vielen Beiträge hier… zwei Fragen habe ich, zur Karte „Berg“ – links davon bereits
    freigegeben und rechts liegt das, was noch blockiert ist…
    Wie verhält es sich aber, wenn auch die HP z. B. drei Karten rechts vom Berg liegt und man die Zukunft in Blickrichtung der HP nach links deutet… ist dann das, was links vom Berg liegt blockiert und das, was rechts, also zwischen Berg und HP, bereits frei, weil HP es direkt anschaut?

    Und dann noch eine allgemeine Frage… ich hatte nun leider öfter den Fall, dass ich für jemanden gelegt habe und z. B. direkt nach seiner Bewerbung oder Vorstellungsgespräch schon den Vertrag liegen hatte. Das gleiche Bild auch ein/zwei Wochen später noch und es tut sich aber einfach gar nichts…., nicht mal eine Absage, verläuft sich im Sande, oder vor kurzem war jemand beim Casting und wollte sofort
    wissen, wie es für ihn ausgeht – sah alles toll aus, Vertrag – dann kam 2 Tage später die Absage und die Karten lagen plötzlich wieder total anders??? Manchmal verliere ich dabei fast den Glauben, obwohl ich die Erfahrung gemacht habe, dass manches eintrifft oder die Gegenwart ganz deutlich sichtbar ist… Hast du eine Erklärung dafür? Sollte man nach einem Ereignis, Bewerbung/Casting, noch einige Zeit warten, bevor man die Karten befragt?

    Viele Grüße aus dem eisigen Berlin, Rena.

    1. Hallo Rena,

      zu Frage 1: die Seiten des Berges drehen sich nicht um, weil die HP es anschaut. Es bleibt dabei alles gleich. Es ist dann nur so, dass eben die vor liegende Sache blockiert ist. Dadurch kann sie bestimmte Dinge noch nicht realisieren oder etwas verzögert sich. Diese blockierende Situation kommt unmittelbar auf sie zu.

      zu Frage 2: ich kann natürlich nicht beurteilen, ob du die Karten richtig gedeutet hast. Vielleicht hast du bestimmte Aspekte übersehen, die aussschlaggebend für das Nicht-Gelingen waren. Und auch dann, wenn einem eine Person ganz arg am Herzen liegt, sieht man vielleicht manches schöner als es ist, weil man ihr ungern von einem schlechten Ausgang erzählen möchte. Außerdem ist immer noch die Frage aller Fragen, ob nur nach dieser einen Bewerbung geschaut wurde, also speziell darauf ausgelegt, oder ob allgemein auf das Thema Bewerbung geschaut wurde. Denn dann würde das ja heißen, dass es auch noch später gelingen kann, aber eben nicht bei dieser einen. Die Fragestellung ist IMMER das Entscheidende. Das kann ich nicht oft genug sagen. Dabei passieren oft die meisten Fehler, indem zu allgemein gefragt, aber die Antworten zu stark auf eine bestimmte Situation bezogen werden. Wenn dann etwas nicht klappt wie vielleicht vorher prognostiziert, kann es daran liegen, dass das Blatt vielleicht auf etwas anderes mit der guten Prognose Bezug genommen hat. Schließlich wurde ja nicht nur diese eine Situation beleuchtet, sondern weitaus mehr angesprochen. Ein Beispiel dafür: wie geht es beruflich die kommenden 3 (oder 6) Monate weiter? Das lässt mehr Möglichkeiten offen und bezieht sich nicht nur auf eine einzige Sache. Prinzipiell ist diese Fragestellung völlig korrekt, aber ich darf dann nicht an einer konkreten Bewerbungssituation das ganze Kartenbild festmachen.

      Ich würde auch dann erst wieder auf eine neue Bewerbung schauen, wenn diese auch aktuell wird. Schwierig ist es damit aber überhaupt: wenn es nicht gut liegt, geht derjenige ja schon mit einem schlechten Gefühl an die Sache ran und ist dann im Gespräch permanent verunsichert. Das könnte auch dazu führen, dass er die Stelle nicht bekommt. Geschickter ist es also, erst dann wenn das Gespräch vorbei ist, darauf zu schauen, ob daraus was wird, besser nicht vor der Bewerbung.

      Liebe Grüße
      Kathleen

  3. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort… die Fragen waren vor der Legung jeweils schon speziell formuliert, so dass sich das Kartenbild eigentlich nur auf das eine Ereignis beziehen sollte – tja, vielleicht habe ich was übersehen, ich werde das mal weiter beobachten…
    Ich habe ähnliche Erfahrung mit einer Bekannten gemacht, die seit bestimmt 30 Jahren Skatkarten legt und wirklich alles eintrifft, wie sie es sagt, Dinge, die manchmal unmöglich scheinen – außer, interessanterweise tatsächlich nur das eine Thema, Beziehung/Liebe, damit liegt sie irgendwie immer völlig daneben – prophezeit z. B. bei neuer Bekanntschaft den Himmel auf Erden, obwohl sich die „neue“ Person ganz plötzlich wegen Problemen zurückzieht – es kommt gar nicht erst zu einer Verbindung… ich finde, genau dass sollte eigentlich von Anfang an, im Kartenbild so sichtbar sein, weil das doch die Zukunft ist… nämlich KEINE gemeinsame Zukunft mit dieser Person, nach der gefragt wurde… warum sieht es erst immer so toll aus und bei späteren Legungen liegt es dann plötzlich tatsächlich so negativ?
    Habe mir darüber schon oft den Kopf zerbrochen und finde keine Antwort darauf.

    Schöne Grüße,
    Rena.

    1. Ob aus einer Liebe etwas werden kann oder nicht, ist eigentlich ziemlich klar und deutlich in den Karten. Wenn sie damit immer wieder daneben liegt, dann weiß sie die Karten in dieser Hinsicht nicht richtig zu deuten. Tut mir leid, dass ich das so sagen muss. Es reicht halt nicht, wenn das Herz oder der Mond gut liegt, entscheidend ist der Ring. Das mißachten viele und ziehen dann falsche Schlüsse… deswegen wegen ist die Gesamtansicht so wichtig. Wenn allein die Sterne am Mond liegen oder das Herz am Herren verspricht das noch laaaange keine Beziehung oder positive Entwicklung. Genau davon lassen sich leider auch viele Kartendeuter, die ansonsten gut sind, allzusehr blenden. Manchmal ist es einfach auch eine Frage der Persönlichkeit des Beraters. Es gibt Menschen, die da eben sehr euphorisch zu Werke gehen und die Dinge liebend gerne positiv sehen wollen. Sie möchten vielleicht ungern eine enttäuschende Nachricht überbringen und legen dann den Weichzeichner auf, vielleicht sogar ohne es selbst zu merken. Sie sind wirklich guter Absicht, aber verfehlen dabei die richtige Aussage. Naja, leider wird zu oft die Realität aus den Augen gelassen. Aus welchen Gründen auch immer…

      Liebe Grüße
      Kathleen

  4. Ich sehe das im Grunde genauso und vermute auch, dass die Persönlichkeit des Kartenlegers in bestimmten Legungen einfach unbewusst „mitmischt“ und sich hier und da vielleicht sogar widerspiegelt oder die Legung eben nicht richtig gedeutet wird – Vielen Dank für den Austausch und ein schönes winterliches Wochenende, liebe Grüße, Rena.

  5. Hallo liebe Kathleen,
    so schön wie Du hat es selten einer erklärt.Ich habe gerade ein Buch von Dir erworben und finde es ganz toll.Du hast recht mit der Äusserung das der Kartenleger oft beim ziehen der Karten seine Gedanken oder Wünsche im Kartenbild wieder findet in den meisten Fällen ist es ihnen aber nicht bewusst.
    Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir Hildegard

  6. Liebe Kathleen,
    ich hatte gestern eine Reihe Karten liegen, mit der ich etwas in Schleudern geraten bin – Frage einer Frau war, wie sich die Geschichte mit einem Mann, der sich in einer Beziehung befindet weiterentwickelt… erste Reihe des großen Kartenblattes
    Er (als Herr) -Hund-Klee-Lilie-Turm-Sarg-Fuchs-Baum…unter ihm Störche-Herz-Schlüssel… – wobei die fragende Frau (Dame) und seine Frau (Schlange) in der Reihe ganz unten (ich lege immer 4×8 + 4 Karten aus) lagen,(Park/Dame/Haus/Schlange). Mir kamen zwei Interpretationen in den Sinn:
    1. Er möchte eine Freundschaft/mit Sex/denkt über Trennung nach, wird aber nur scheinbar beendet- es kann sich sehr langsam etwas entwickeln
    2. Er ist seiner Familie treu, für eine Trennung ist der falsche Zeitpunkt, die Beziehung ist sehr stabil
    Wie würdest du diese Reihe interpretieren?
    Interessanterweise ging von der Schlange eine Reihe links hoch – Mond-Bär … und eine weitere recht hoch Ring-Wege… und über ihr die Sterne… – scheint, als hätte sie einen anderen Mann und wird eine Entscheidung treffen?
    Vielen Dank und liebe Grüße, Rena.

    1. Liebe Rena,

      ich arbeite mit der großen Tafel ganz anders. Mit 4×8 kann ich gar nichts anfangen. Außerdem würde ich nie die Reihen einfach durchlesen, denn wer soll noch 8 Karten am Stück sinnvoll deuten können. Ich habe meine eigenen Techniken, nach denen ich deute, die sich teilweise gänzlich von üblichen Deutungsweisen unterscheiden. Damit ist für mich dann alles absolut klar und deutlich erkennbar (siehe Band 3 meiner Buchreihe Der Lenormandkarten-Lehrgang). Außerdem ist es schwer über ein Kartenbild eine richtige Aussage zu treffen, wenn man es nicht vollständig kennt! Nur dann -unter Einbeziehung aller Faktoren- kann ich wirklich eine fundierte Aussage treffen.

      Es wird immer gerne bei solchen Affären in den Raum gestellt, dass die Frau auch einen hat und der Mann sich für die Geliebte entscheidet. In all den Jahren nach hunderten solcher Fälle hab ich das vielleicht 10 Mal erlebt, wenn´s hoch kommt. Fast immer bleibt der Mann bei seiner Frau. Deswegen bin ich in solchen Fällen immer besonders kritisch mit den Interpretationen, um nicht unvorsichtigerweise Hoffnungen zu schüren, wo es keine Basis gibt. Es ist auch gut, dass Du das hinterfragst, ob er wirklich mit mir in eine Beziehung gehen will.
      Was unter den Personen liegt, deute ich z.b. als unbewusste, verdrängte Ebene oder das, was nicht realisiert wird. Er kann wohl sein Herz nicht richtig für das Neue öffnen. Aber das ist nur eine kure Annäherung, an das, was Du beschrieben hast. Ich lege prinzipiell nur 9 mal 4, weil es viel mehr Vorteile hat und Infos liefert.

      Ganz liebe Grüße
      Kathleen

  7. Liebe Kathleen, danke für deine sehr ausführliche Antwort, habe sie heute erst „entdeckt“. Ja, in anderen Büchern wird 4×8 gelehrt, mit denen habe ich mal begonnen, deine Bücher habe ich (leider) erst viel später gelesen, auch Band 3 deiner Buchreihe Der Lenormandkarten-Lehrgang und damit auch eine Legung 9 x 4 probiert. Es erschien mir etwas schwierig, wieder „umzusteigen“ zumal es, wie du auch schreibst, von üblichen Deutungsweisen hier und da abweicht.
    Ich bin weiter am Üben, werde mir 9 x 4 noch einmal genauer ansehen:-)
    und Legungen für andere mache ich nur aus Spaß an der Freude, nur diese hier völlig gegensätzlichen Interpretationsmöglichkeiten haben mich/uns dann doch ein wenig irritiert;-) Herzliche Grüße, Rena.

  8. Hallo liebe Kathleen,
    Finde deine Artikel grandios
    Was mich immer verwirrt und unsicher macht sind die Aussagen und Interpretation der Häuser..
    Bei fuchs+storche = richtiger zeitpunkt
    Bei storche+ fuchs = falscher zeitpunkt
    Aber was ist wenn die störche in den fuchs fallen?? Oder der Fuchs in die störche??
    Oder.. wenn der fuchs in den Schlüssel oder Ring, Wege fällt?? Und dann wieder andersrum.. Schlüssel, ring oder Wege in den Fuchs fallen???
    Unterscheidest du hier auch zwischen falsch und richtig?? Was sagt deine Erfahrung??
    Dankeschön schon mal für die Antwort
    grüsse, Bea

    1. Hallo liebe Bea, danke für dein Kompliment. Deine Frage ist wirklich interessant und taucht immer wieder mal auf. Ich glaube, aber dass ich in Band 3 drauf eingegangen bin, wie man die Karten mit zwei Gesichtern in den Häusern deutet. Nichtsdestotrotz wäre es mal ein gutes Thema für einen Blogartikel. Generell ist es so, dass in den Häusern diese Karten ihre normale Bedeutung annehmen. So hat der Fuchs als „Haus“ keine zwei Gesichter. Er ist dann grundsätzlich falsch. Also Störche im Haus vom Fuchs: Falscher Zeitpunkt. Störche im Haus der Mäuse: keine Veränderung.

      Liebe Grüße
      Kathleen

  9. Hallo liebe Kathleen..
    Vielen herzlichen dank für die schnelle Antwort.. wäre tatsächlich toll wenn du dazu einen Beitrag machen könntest.. man lernt nie aus uns du bietest immer wieder so tolle Denkanstöße

  10. Liebe Kathleen,
    Vielen Dank für die schnelle Antwort ein beitrag darüber wäre natürlich wunderbar immer toll neues von dir zu lesen
    Viele grüße, Bea

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