Kombinationen mit Lenormandkarten, die leicht zu merken sind

Heute möchte ich Ihnen eine supereinfache Deutungshilfe vorstellen. Nämlich Kombinationen aus zwei Karten mit dem Lenormand, die sehr leicht zu merken sind.

Sehr häufig hat eine einzige Kombination viele Aussagen. Das ist auch gut so, denn sie muss für die unterschiedlichsten Lebenssituationen und Lebensfragen Antwort geben. Es gibt allerdings ein paar wenige Ausnahmen: Kartenkombinationen, die in 90% der Fälle immer dieselbe Bedeutung haben. Ein paar Beispiele zeige ich Ihnen jetzt. In einem meiner älteren Beiträge können Sie ebenso solche leicht zu merkenden Kombinationen nachschlagen. 

Bei manchen Lenormandkombinationen spielt die Reihenfolge der Karten eine wichtige Rolle. Diese sind mit einem * gekennzeichnet. Würde man die Reihenfolge vertauschen, hätten diese Kombis eine andere Aussage.

Wie gewohnt erkläre ich, wie die Bedeutungen zustandekommen.

  • Störche – Fuchs*:
    Spionage oder falscher Zeitpunkt
    Entscheidend ist hier, dass der Fuchs in die Störche blickt. Arbeiten Sie mit einem Kartendeck, wo die Störche in die andere Richtung fliegen, spielt das keine Rolle. Nur die Blickrichtung des Fuchses zählt.

Diese Kombi hatte ich immer wieder in Kartenbildern, wo es um Problematiken wie Hinterherschnüffeln, Kontrollieren, Stalken und Aushorchen ging. Eine Nebenbedeutung der Störche ist das nähere Umfeld einer Person. Der Fuchs verfolgt etwas, geht einer Spur nach. Das ist sein Jagdtrieb.

    • Bär – Wolken:
      Eifersucht
      und Neid 
      Der Bär steht ja nicht immer für eine männliche Person, sondern verfügt auch über Eigenschaften. Besitzergreifendes Verhalten ist ihm beispielsweise zu eigen. Die Wolken zeigen generell etwas, das unangenehm, problematisch, suspekt oder hintergründig ist. Dazu passt das Thema Eifersucht sehr gut. Auch Neid lässt sich der Kombination zuordnen, weil der Bär wiederum auch für Besitz und Eigentum steht. Mit den Wolken wird es jemandem nicht gegönnt.
    • Hund und Lilien:
      Unterstützung, Hilfe oder Platonisches
      Eine meiner Lieblingskombinationen, weil sie immer wieder ins Schwarze trifft. Der Hund ist das Symbol für Freundschaft. Die Lilien stehen an sich für alles Körperliche und Sexuelle. Mit dem Hund wird daraus aber etwas rein Platonisches. Sie kennen die Lilien auch als Zeichen für Freundlichkeit und Entgegenkommen. Auch der Hund verfügt über eine soziale Einstellung. Er steht unter anderem für Hilfsbereitschaft. Im Doppelpack mit den Lilien wird daraus ganz viel Unterstützung und Hilfe.

6 Gedanken zu „Kombinationen mit Lenormandkarten, die leicht zu merken sind

  1. Hallo Frau Bergmann,

    würde mich freuen wenn es es mal ein Blog über Seelenverbindungen (Partner) geben würde. Welche Kombination dafür steht und welche Form von Verbindung es ist.

    Lieben Grüß
    Vera

    1. Hallo Vera, danke für den Vorschlag. Leider ist das kaum umsetzbar, weil so etwas nicht unbedingt nur an bestimmten Kombis erkennbar ist, sondern es um ein Gesamtkonstrukt geht, das nur aus der Großen Tafel ersichtlich werden kann. Es gibt also keine klassischen Kombis dafür! Diesbezüglich ist echte Deutungsarbeit mit viel Erfahrung gefragt. Liebe Grüße, Kathleen

  2. Liebe Frau Bergmann,

    Es gibt bei 2 Karten 36 x 35 =1260 Möglichkeiten.
    Ich habe alle Ihre Bücher zu Lenormand – ganz grosses Kompliment!
    Aus meiner Sicht die besten von all denen, die ich kenne!

    Liebe, Licht und Lachen,
    Andra

    1. Liebe Andra, vielen Dank für Ihr Kompliment zu meinen Büchern! Das lässt mein Lenormand-Herz höher schlagen.
      Könnten Sie mir noch verraten, wie viele Möglichkeiten bei drei Karten entstehen? Wären das dann 36x35x34? Das sind ja dann über 43000! Ein Mathematiker hatte mir mal die Zahlen 630 bei zwei Karten und 7140 bei drei Karten genannt. Die Info wäre sehr wichtig für mich.
      Es grüßt Sie von Herzen Kathleen Bergmann

  3. Liebe Kathleen,

    der Mathematiker hatte hinsichtlich der Zahlen Recht. Andra hat nur einen Teil der notwendigen Berechnung hier durchgeführt. Die Formel die hier angewendet wird, ist n!/(n-k)!*k!. Diese beschreibt das Ziehen von k Objekten aus einer Gesamtmenge von n Objekten (unter Ausschluss von Wiederholungen).

    D.h. ziehe ich eine Karte z.B. den Klee, kann ich diesen mit 35 weiteren Karten kombinieren. Es gibt also 35 Kombinationen in der jeweils der Klee vorkommt. Will ich nun herausfinden wie viele Kombinationen insgesamt bei einer zweier Legung möglich sind, so würde ich, um dies heraus finden zu können, den Klee aus dem Deck entfernen, da ich ja schon alle Möglichkeiten mit dem Klee errechnet habe. Damit habe ich noch 35 Karten aus denen ich wiederum eine wähle und die nun nur noch mit 34 Karten kombiniert werden muss. So geht das Spielchen quasi weiter bis ich alle Kombinationen durch gespielt habe.

    Hier die mathematische Erklärung:

    „Dabei ergibt n! (n Fakultät) zunächst die Anzahl aller möglichen Kombinationen, wenn aus der Gesamtmenge von n Objekten alle Objekte ausgewählt werden, und zwar ohne Wiederholungen, aber mit Berücksichtigung der Reihenfolge. So viele Kombinationen sollen hier aber gar nicht berechnet werden; es soll nur eine gewisse Anzahl k an Objekten aus der Gesamtmenge gezogen werden. Um die übrigen wieder herauszurechnen, wird deshalb durch (n-k)! geteilt. Außerdem soll die Reihenfolge nicht berücksichtigt werden. Kombinationen, die mehrfach gleich auftauchen (siehe oben, wie 3-4 und 4-3), dürfen also nur einfach gewertet werden. In der Berechnung wird das erreicht, indem noch durch k! geteilt wird. Daraus ergibt sich obiger Ausdruck n!/(n-k)!*k!, der auch einfacher als Binomialkoeffizient (n über k) geschrieben werden kann.“

    ABER: Hier wird nur die Anzahl der Kartenkombinationen berechnet. die Anzahl der Deutungsmöglichkeiten würde voraussetzen, dass man die jeweiligen Bedeutungen der Karten mit berücksichtigt. Jede Karte hat ja durchaus mehr als eine Bedeutung, bei Eingien spielt die Reihenfolge dann ja auch noch eine Rolle, bei anderen wiederum nicht. Ob das so einfach zu berechnen ist, wage ich zu bezweifeln, zumindest nicht in einer allgemein gültigen Form.

    Viele Grüße,
    Vanessa

    1. Liebe Vanessa, vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Erinnert mich an Stochastik und Matheabitur. Ich erinnere mich, das war das noch eine der einfachsten Rechnungen. Die Reihenfolge der Karten habe ich bei den gewünschten Zahlen schon bewusst außen vorgelassen. Das würde sonst ins Uferlose gehen. Beste Grüße, Kathleen Bergmann

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