Sieben Fehler, die du als Anfänger beim Lenormand lernen nicht tun solltest – Teil 1

Sieben Dinge, die du als Anfänger beim Lenormand lernen nicht tun solltest

Als Anfänger kann man beim Lenormand Lernen viele Fehler machen. Die größten Stolperfallen zeige ich Ihnen in diesem Beitrag. Mir persönlich ist es wichtig, Ihnen nicht nur zu sagen, was Sie in der Anwendung der Lenormandkarten tun sollten, sondern vor allem was Sie nicht tun sollten. Warum? Gerade als Anfänger übernimmt man ungefiltert und unbedarft Informationen auf. Welche davon richtig oder falsch sind, kann man selbst nicht überprüfen. Die Lenormandwelt ist voll mit Ammenmärchen. Manche Quellen sind seriös, weil ausgewiesene Profi Coaches dahinterstehen. Andere Quellen werden hauptsächlich durch Halbwissen von Laien gespeist, wie z.B. Foren.

Meistens steht man erstmal ratlos da und muss sich den Wust an Informationen, Kombinationen und Deutungstechniken, die einem im Internet angeboten werden, alleine durchkämpfen. So ging es mir jedenfalls am Anfang. Das war vor 15 Jahren. Ich bin dabei auf jeden Fall in so manche Falle getappt! Inzwischen bin ich etwas schlauer und möchte andere davor bewahren, die gleichen Fehler zu machen und dadurch vorm Lernerfolg abgehalten zu werden.

In diesem Teil erfahren Sie die ersten 3 großen Fehler, die Sie als Anfänger beim Lenormand lernen machen können.

1. Als Anfänger direkt in die Große Tafel einzusteigen

Dieser Fehler passiert mit Abstand am häufigsten, weil Anfänger sogar von professionellen Coaches zu schnell an die Große Tafel herangeführt werden. Jedoch ist das Große Blatt ein äußerst komplexes Werkzeug, das ein Höchstmaß an Deutungskunst verlangt. Als Anfänger ist man angesichts der vielschichtigen Ebenen dieser Legetechnik schlichtweg überfordert. Ohne ausreichende Praxiskenntnisse in die Große Tafel einzusteigen, ist in etwa so, als würde ein untrainierter Bergsteiger versuchen, den Mount Everest zu bezwingen. Das kann nur gründlich schiefgehen!

Selbst Fortgeschrittene haben ihre Probleme, die Große Tafel komplett und vor allem wahrheitsgemäß zu entschlüsseln. Es dauert mindestens ein paar Monate Übungszeit, bis man den Sprung in die Große Tafel wagen kann. Zuerst sollte man das Kombinieren gut beherrschen und anhand kleiner Legungen geübt haben. Der Frust ist sonst so groß, dass man an seinen Fähigkeiten zweifelt. Ich sehe es gerade vor mir, wie Sie mit dem Kopf nicken 😉 Aber es sind nicht Ihre Fähigkeiten, die unzureichend sind, sondern die Aufgabe, die für Sie als Einsteiger zu groß ist.

Von jemandem, der gerade beginnt, eine Fremdsprache zu erlernen, würde man auch nicht erwarten, dass er direkt Seiten aus einem literarischen Werk übersetzt.
Erst wenn man sich mit kleinen Legungen und dem Deuten von Kombination sicher fühlt, ist es empfehlenswert, in die Große Tafel einzusteigen. Dann kommt der Erfolg beim Kartenlegen von ganz allein. Welche Mittel und Wege Sie zum Lernen nutzen können, erfahren Sie hier

2. Verschiedene Kartendecks benutzen

Diesen großen Fehler, den Anfänger beim Lenormand lernen recht häufig begehen, hätten Sie sicherlich gar nicht erst für einen Fehler gehalten. Viele Einsteiger legen sich am Anfang verschiedene Kartendecks zu, weil sie dies und jenes ansprechend finden. Was Sie nicht wissen: Es gibt Lenormand Kartendecks, die sich für Anfänger perfekt eignen und es gibt solche, die für sie gänzlich ungeeignet sind. Denn jedes Kartendeck unterscheidet sich wesentlich von den anderen. Nicht nur in der Gestaltung und Darstellung der Symbole, sondern vor allem in deren Ausrichtung.
Bei manchen Symbolen wie dem Fuchs, Sense, Herr oder Dame spielt es eine entscheidende Rolle, wohin sie blicken bzw. zeigen. Jedoch ist diese Ausrichtung in nahezu jedem Deck anders. Das bedeutet, dass man sich jedes Mal gedanklich umstellen muss, sobald man ein anderes Deck benutzt. Jemand, der geübt ist, weiß damit umzugehen. Aber für Anfänger ist dieses Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel nicht förderlich, da man zu viel umdenken muss, was wiederum viel zu stark von der eigentlichen Arbeit mit dne Karten ablenkt.

Unser Gehirn ist ein Gewohnheitstier. Es legt sich schnell auf eine bestimmte Ansicht fest, wie z.B. ein Kartendeck, und kann es mit jeder neuen Betrachtung besser verstehen lernen. Wechselt man als Anfänger immer wieder die Decks, kann sich das Gehirn nichts merken. Es beginnt quasi immer wieder von vorne, sich die Symbole einzuprägen. Das ist so, als würden Sie als Fahranfänger in jeder Fahrstunde mit einem anderen Auto herumkurven. Sie müssten sich ständig auf eine neue Bedienung und Eigenheiten einstellen. Konstanz ist eine wesentliche Kompenente für den Lernerfolg. Von daher rate ich Einsteigern die ersten Monate, wenn nicht sogar das erste Jahr, bei einem Lenormand Kartendeck zu bleiben. Später kann man weitere problemlos hinzunehmen.
Welche für Sie als Anfänger geeignet sind, erfahren Sie hier:

3. Von einem Wochenend-Crashkurs erwarten, dass man danach die Deutung der Lenormandkarten beherrscht

Zugegeben ist diese Ansage provokant. Aber ich muss es einfach mal sagen: Man lernt das Lenormand Deuten nicht über Nacht und auch nicht an einem Wochenende. Es gibt in dieser Hinsicht viele falsche Versprechungen. Haben Sie schon mal jemanden getroffen, der eine Fremdsprache in zwei Tagen oder wenigen Stunden lernt? Und zwar so, dass er sie fliessend beherrscht?

Ich will keinem Kurs eine Kompetenz absprechen. Man nimmt natürlich etwas mit. Nur muss man darauf aufbauen und zwar langfristig! Gewisse Grundkenntnisse mögen anschliessend vorhanden sein, doch ist der Stoff, den man in zwei Tagen eingetrichtert bekommt so umfangreich, dass man danach nie und nimmer alles direkt und vor allem KORREKT umsetzen kann. Dafür bedarf es nämlich sehr viel Übung, Geduld, Hingabe und Erfahrung. Wer einen Kurs als Einstieg sieht, fährt gut damit. Wer allerdings glaubt, danach das Lenormand zu beherrschen und beratungsmäßig in die Vollen gehen zu können, wird höchstwahrscheinlich schnell desillusioniert.
Lenormand ist eine Schule fürs Leben und ein Leben lang eine Schule!

Weiter geht´s hier mit den nächsten Stolperfallen.

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