Sieben Fehler, die du als Anfänger beim Lenormand lernen nicht tun solltest – Teil 2

Sieben Dinge, die du als Anfänger beim Lenormand lernen nicht tun solltest

Von den sieben Fehlern, die Sie als Anfänger beim Lernen lernen vermeiden sollten, haben Sie die ersten drei Fallstricke in Teil 1 erfahren. Heute geht es mit den nächsten vier Fallen und Fehlern weiter, in die man als Anfänger wider besseren Wissens beim Lenormandlegen leicht hineingerät. Sie können Sie fortan umgehen und sich damit von Beginn an viel Zeit, Geld und Mühen sparen. Und vor allem besser, schneller und zuverlässiger an die richtigen Informationen rund um das Lenormand und seine Deutung gelangen!

Vier Fehler, die Anfängern beim Lernen häufig passieren

3. Glauben, dass die Deutung der Lenormandkarten allein über die Intuition möglich ist

Intuitives Gespür ist beim Deuten der Karten nützlich, aber noch lange nicht alles. Wer nämlich beim Kartendeuten den Kopf ausschaltet, ist ganz schön schnell verloren. Denn mit Sinn zu deuten, heißt bei Sinnen zu sein, sprich, bewusst, klar und wach zu sein! Und wer wach ist, bedient sich seines Verstandes. Er kann das Gespür nicht ersetzen, aber vortrefflich ergänzen!
Am allermeisten benötigen wir unseren Verstand, wenn es darum geht richtig zu kombinieren. Dabei müssen komplexe Zusammenhänge gebildet werden, die vor allem von einer intelligenten und intensiven Leistung unseres Gehirns herrühren. Kombinieren im Lenormand heißt, viele Bildfaktoren gleichzeitig zu analysieren und in die passenden Worte zu übersetzen. Und das ist echte Kopfarbeit!
Wenn man Autofahren lernt, kann man natürlich auch jegliches Wissen über Verkehrsregeln- und Zeichen außer Acht lassen. Wird sich aber früher oder später sehr schwer damit tun, immer nur nach Gefühl das Auto durch den Straßenverkehr zu steuern. Ein Crash ist damit vorprogrammiert. Rein intuitiv basiertes Kartendeuten kann ebenso total danebengehen und ist daher nicht wirklich ernsthaft und erfolgreich praktikabel.

Verabschieden Sie sich also von dem Glauben, dass allein ein sechster Sinn dafür verantwortlich wäre, die Karten lesen zu können (wenn Ihnen das wie mir mal jemand weismachen wollte)!

4. Nicht hinterfragen, ob etwas logisch und plausibel ist

Wenn wir unseren Kopf beim Deuten der Lenormandkarten nicht eingeschaltet haben, das heißt nicht wirklich mitdenken, schleichen sich leicht falsche oder unlogische Deutungsweisen ein. Geht es um das Wissen über die Lenormandkarten und deren Anwendung hinterfragen wir im Allgemeinen viel zu wenig. Dadurch übernehmen wir z. B. leichtgläubig von anderen Deutungsschemen, die viel zu uneffektiv sind und uns in Wahrheit bei der Findung der Aussagen und Antworten nicht weiterhelfen. Wir neigen besonders beim Kartenlegen dazu, Dinge unreflektiert aufzugreifen, weil wir quasi um alles dankbar sind, was uns von verschiedenen Seiten mitgegeben wird. Dabei ist noch lange nicht alles gut, was gelehrt oder weitergegeben wird. Manches davon würde ich sogar als Halbwissen – wenn nicht sogar unnützes Wissen – bezeichnen…

Ein typisches Beispiel für Halbwissen ist die sich hartnäckig haltende Annahme die Karte des Mannes (28) stehe immer nur für einen Herzensmann (wegen der abgedruckten Skatkarte Herz As auf manchen Lenormandkarten-Decks). Irgendwann hat sich das einmal herumgesprochen und seitdem wird es diese falsche These unentwegt weiterverbreitet. Nein, die Karte 28 kann genauso gut für jede beliebige männliche Person stehen.
Wie man die Personenzuordnung, bei der es sehr häufig zu Mißverständnissen und Irrtümern kommt, korrekt durchführt, erfahren Sie sowohl in Band 1, der Lenormandkarten-Lehrgang, als auch in Band 3 derselben Lehrbuchreihe.
Hinterfragen ist also ungeheuer wichtig, wenn wir richtig deuten wollen. Nur wenn es wirklich Sinn macht und effektiv ist, sollte man sich bestimmte Deutungsmethoden zu eigen machen. Alles, was nicht  ganz plausibel erscheint oder sich als nicht praxisfreundlich erweist, kann getrost über Bord geworfen werden. Nichts ist in Stein gemeiselt!

5. Zu viele verschiedene Lenormand Bücher und Webseiten zum Lernen heranziehen

Ich kann mich noch sehr gut an meine Anfänge mit den Lenormandkarten erinnern. Damals gab es zwar bei weitem nicht so viel Lektüre und Webinfos zum Thema Lenormand wie heute, aber das was es alles gab, reichte schon damals aus, um komplett Verwirrung in meinem Kopf zu stiften. Je mehr ich übers Kartenlegen las, desto mehr verunsichert wurde ich. Was davon war gut und was schlecht? Was geschah, wenn ich alles erstmal in einen Topf warf und schaute, was am besten klappt? Womit sollte ich überhaupt anfangen? Sicherlich kommen Ihnen diese Fragen bekannt vor, wenn Sie Anfänger sind.

Um ehrlich zu sein: Der Grund, warum ich vor 12 Jahren anfing, Bücher zum Lenormand zu schreiben, war der, dass ich nahezu vollständig mein eigenes Deutungssystem entwickelte, das ich im vollem Umfang weitergeben wollte. Hauptsächlich um andere Lernende vor denselben Fehlern und Fallen zu bewahren, die mir passiert sind. Damit erhebe ich keineswegs den Anspruch, die beste und vollkommenste Lehre entwickelt zu haben. Auch ich habe das Deuten der Lenormandkarten nicht neu erfunden. Aber es entstand immerhin eine beliebte Lehrpraxis, die nicht nur schlüssig und realitätsnah ist, sondern auch tausendfach erprobt wurde.

Heute erlebe ich immer wieder, wieviele Lenormandlernenden bald entmutigt sind, weil sie versuchen, überall Wissen aufzunehmen, aber am Ende keinen roten Faden finden. Dazu kann ich nur sagen: Viele Köche verderben den Brei. Je mehr ich mir aus verschiedenen Töpfen picke, desto mehr Unordnung habe ich hinterher auf meinem Teller. Zusammen schmeckt es nicht. Also wieder ein Fall für die Tonne. Schade darum, denn es kostet so viel Zeit und Mühe, sich die Infos alle zusammenzusammeln. Natürlich kann man bestimmte Lehren miteinander vergleichen und für sich herausfinden, was sich persönlich besser eignet. Vielleicht auch hier und da Synergieeffekte bilden. Aber sich kreuz und quer durchs (teilweise auch zweifelhafte) Angebot zu bedienen, stiftet am Ende schlichtweg Deutungs-Unsinn und ist ein Garant für Frust.

6. Nicht vorschnell beim Lenormand lernen aufgeben

Das ist wohl der wichtigste Punkt von allen. Nicht aufgeben, unter keinen Umständen, niemals! Selbst wenn der Weg noch so lange und die Blockade noch so mächtig scheint. Erwarten Sie nicht zu viel von sich. Überfordern Sie sich nicht mit zu viel (unnützem) Wissen und zu großen Schritten. Die ersten Wochen und Monate, wenn das Feedback auch noch gering oder gar schlecht ist, neigt man dazu, die Karten alle hinzuschmeißen. Ein Trost: Diesen toten Punkt erreichen fast alle!

Aber Sie können es, auch wenn Sie anfänglich der Überzeugung sein mögen, Sie könnten es nicht. Denn die Wahrheit ist: Es gibt keinen auserwählten Kreis von berufenen Menschen, die fürs Kartendeuten eine besondere Gabe haben. Bei den einen geht es nur schneller, bei den anderen langsamer. Besinnen Sie sich der sieben Punkte, die ich alle aufgezählt habe. Beherzigen Sie diese, kann schon mal nicht allzu viel schiefgehen. Der Rest ist wie immer Lernen, Üben, Prüfen und Dranbleiben. Und das über lange Zeit. Kein Geheimnis, aber ein altbewährtes Erfolgsrezept, das wir ausgerechnet beim Kartenlegen allzu gerne vernachlässigen.

*Werbepartner

4 Gedanken zu „Sieben Fehler, die du als Anfänger beim Lenormand lernen nicht tun solltest – Teil 2

  1. Liebe Kathleen,
    dieser Artikel war sehr schön zu lesen. Sehr gefallen hat mir der Punkt der erklärt, dass man nicht immer alles hinterfragen soll – und dass man nicht aufgeben soll! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.