Die häufigsten Lenormand-Fehler und Fallen bei der Deutung – Teil 1

Die häufigsten Lenormand-Fehler und Fallen bei der Deutung

Heute möchte ich Ihnen verraten, welche die häufigsten Lenormand Fehler und Fallen bei der Deutung sind. Vorweg: Fehler passieren immer und überall. Wir können sie nicht vollständig vermeiden. Sie sind ein Teil des Lernprozesses. Wer keine Fehler macht, macht auch wiederum etwas falsch 😉 Jedoch ist es erstrebenswert, an einer Verminderung der Fehler zu arbeiten.
Gerade beim Kartenlegen ist die Wahrscheinlichkeit, sich durch Fehlinterpretation zu irren, besonders hoch. Dafür gibt es verschiedene Gründe und vor allem verschiedene Arten von Fehlerquellen! Wenn man sie kennt, kann man sie umgehen bzw. auflösen. Somit steigt nicht nur die Sicherheit beim Deuten, sondern vor allem auch die Trefferquote.

Warum passieren beim Kartendeuten Fehler?

Es liegt vor allem an der simplen Tatsache, dass Irren menschlich ist, und wir einfach keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit erheben und erwarten können. So kann selbst die beste Kartendeuterin, sofern sie nach bestem Wissen und Gewissen ihre Aussagen tätigt, irgendwann einmal danebenliegen. Diese kaum vermeidbare Fehlerquote müssen wir als natürliches Restrisiko in Kauf nehmen. KartendeuterInnen sind eben auch „nur“ Menschen. Jeder kann daran arbeiten, besser zu werden und vor allem daran arbeiten, dass sich bestimmte Fehler nicht wiederholen.

Welche Fehler kann man beim Kartenlegen grundsätzlich vermeiden?

Im Gegensatz dazu gibt es Fehler, die sich definitiv vermeiden lassen! Oftmals beruhen die großen Irrtümer über die Anwendung und Deutung der Karten auf einem – ich muss es mit Verlaub so hart sagen – gefährlichen Halbwissen. Bedauerlicherweise gibt es jede Menge Unsinn, der über die Lenormandkarten verbreitet wird. Ausschnitte aus diesen fragwürdigen Inhalten bekomme ich von SchülerInnen und LeserInnen immer wieder zugetragen. Die Hauptursache für die Fehlinterpretationen ist also häufig nicht beim Deutenden selbst zu suchen, sondern bei denjenigen, die ihm etwas falsch, unbrauchbar oder unvollständig beigebracht haben! Darum ist es beim Lernen der Kartendeutung das Wichtigste, vermitteltes Wissen kritisch zu hinterfragen, vor allem dahingehend zu prüfen, ob es wirklich Sinn macht und sich in der Praxis bewähren kann. Auf Schlüssigkeit und Stimmigkeit achten, lautet das Zauberwort.

So überprüfen Sie Informationen über die Karten

  • Ist das Wissen gerüchtebasiert nach dem Motto „ich habe mal gehört, das kann/soll man so machen“ oder „mir hat mal jemand erzählt, die Karte zeigt auch dies und das an“? Aus meiner Sicht ist das eine der häufigsten Fallen für die Deutung des Lenormand. Alles, was nicht vom Profi kommt, sollte grundsätzlich mit Vorsicht behandelt werden. Es sind viele fragwürdige Anwendungsformen im Umlauf, die nach der Flüsterpost-Methode weitergegeben werden – von Laien zu Laien. Meistens steckt dahinter kein solides Knowhow, sondern gefährliches Halbwissen. Ihre Deutung kann dadurch eher verschlimmbessert werden. Nehmen Sie solche Vorschläge und Ideen kritisch auf. Sie sollten im Zweifelsfall lieber einen Profi fragen, was an der Methode dran ist. Wissen ungefiltert zu übernehmen, kann in der Praxis zu fatalen Anwendungsfehlern führen.
  • Strukturiert das Wissen meinen Deutungsweg besser, dh. finde ich dadurch leichter den roten Faden? Ist das Deuten dadurch für mich einfacher? Erweitert es meine Sichtweise? Eine neue Methode oder Deutungstipp sollte immer ein Plus für die Deutung sein, dh. sie vereinfachen und verbessern. Wenn ich dadurch noch verwirrter bin als vorher, kann es nicht besser werden. Der rote Faden ist das A und O. Neues Wissen soll dafür sorgen, Ihre Legung übersichtlicher zu gestalten und den Weg durch den Deutungsdschungel leichter zu ebnen. Viele Methoden sind überflüssig oder bringen kaum Mehrwert. Manche führen sogar noch mehr in die Irre. Hier sollten Sie an neues Wissen selektiv herangehen und erst eine Methode anwenden und testen, um zu sehen, ob sie sich gut integrieren lässt und einen Mehrwert bringt. Gradmesser ist immer der Rote Faden. Mehr Struktur, mehr Fokus, mehr Überblick. Alle drei Punkte müssen ein deutliches Plus bekommen. Ist das nicht der Fall, lohnt sich die Mühe nicht. Versuchen Sie es mit der nächsten Methode.
  • Was kann mir dieses Wissen in der Praxis nützen? Komme ich damit wirklich weiter oder hört sich die Theorie einfach nur vielversprechend an, ist aber praktisch kaum umsetzbar oder unsinnig?
    Nicht jede Theorie über die Lenormandkarten, sei sie auch noch so professionell verpackt, bringt zwangsläufig einen Bonus für die praktische Arbeit eines anderen Kartenlegers. Manches hört sich gut an, scheitert aber in der Anwendung. Anderes funktioniert nur bei einem selbst, ist aber als Wissen nicht übertragbar, dh. für andere nicht brauchbar. Wiederum sind manche Deutungstechniken Teil eines Lehrsystems, in dem sie gut funktionieren, aber eben nur als Teil dessen. Wendet man sie isoliert an, machen sie keinen Sinn mehr oder lassen sich schwer mit anderen Methoden kombinieren. Nicht jedes Wissen ist multiplizierbar.
    Generell müssen Deutungstipps – und Methoden immer praxistauglich sein. Daher unbedingt einen Praxistest durchführen, am besten mehrfach. Wenn sich die Methode nicht bewährt, wieder vergessen.
  • Bekomme ich beim Deuten handfeste Aussagen?
    Eine Legung ist nur so gut wie die Aussagen, die dazu getroffen werden. Nur Klartext zählt. Ein paar handfeste, zuverlässige Aussagen sind mehr wert als ein ganzer Roman, den sich ohnehin keiner merken kann. Die Aussagen, die Sie aus Ihrer Legung gewinnen, sollten so präzise wie möglich sein. Dabei geht es nicht um Details, sondern um das Große Ganze. Ihre Botschaft muss schlüssig, klar und verständlich sein. Auch und gerade wenn Sie damit dem Wunschtraum Ihres Ratsuchenden widersprechen, sollte Ihre Botschaft überzeugend sein. Handfeste Aussagen gewinnen Sie nur aus Legungen, die eine unmißverständliche Deutung ermöglichen. Entscheidend ist dafür die rote Faden, siehe obigen Punkt.
  • Hilft mir das Wissen, eigenständiger zu deuten? Neues Wissen sollte immer dazu dienen, eigenständiger zu deuten. Es ist nicht dazu gedacht, Ihr eigenes Denken und Ihren eigenen Deutungsprozess zu ersetzen, sondern zu ergänzen! Eine Anleitung ist gut und schön, muss aber so aufgebaut sein, dass nach und nach auch ohne die Anleitung auskommen. Wissen soll verselbständigen und damit unabhängig machen. Wenn Sie sich z.B. nur auf Kombinationsvorgaben verlassen und jede Kombi nachschlagen, lernen Sie nicht, selbstständig zu deuten. Es führt aber kein Weg an einem eigenen Grundverständnis vorbei, wenn Sie mit Ihrer Deutung auf festen Füssen stehen wollen. Deutungsmethoden sind nur dann nützlich, wenn Sie den Weg zu einem eigenen Verständnis der Karten freigeben.

Das ist Ihr TÜV für eine möglichst fehlerfrei Deutung. Wenn Sie anhand dieser Fragen neu erworbenes, aber auch altes, angewandtes Wissen einer Prüfung unterziehen, können Sie bestimmte Fehlerquellen deutlich reduzieren. Vor allem aber auch das Tor zu einem sicheren, klaren und realitätsbezogenen Deutungsweg öffnen! Wenn trotzdem hier und da Fehlerchen passieren, denken Sie daran: Sie sind keine Maschine, sondern ein Mensch. Sie dürfen sich auch mal irren und jederzeit aus Ihren Fehlern lernen.

Wenn Sie wissen möchten, wie gut Sie bereits Ihre Deutungsfähigkeiten trainiert haben, gibt es auf hier meine kostenlosen Übungsvorlagen für den Selbsttest.

Weiter geht´s mit einem Fall(strick)beispiel, das Sie sich unbedingt anschauen sollten.

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